Auslandsregatta? Geht doch!  Nach zwei, drei erfolgslosen Versuchen haben wir es dieses Jahr endlich geschafft mit dem Mixed Team die Landesgrenze zu überschreiten und für das 20th Dragonboat Festival in Prag zu melden.  Freitag Mittag ging die Reise in Hamburg los und nur wenige Stunden und verschiedene Verkehrsmittel später sind wir in unserer Unterkunft, direkt an Moldau gelegen, angekommen.  Schon von den Fenstern aus waren Wendebojen zu sehen und spätestens jetzt war klar, dass der Weg zur Regatta recht kurz sein dürfte. War dann auch so! Am nächsten Morgen, bei besten Wetter fanden wir ein voll besetztes Gelände und allerhand Drachenbootsportler aus Tschechien, China und Deutschland vor. Mehr oder weniger am Rande erfuhren wir dann, dass hier die Top Teams aus Tschechien Ihre internen Vorbereitungen für die EM ausfahren werden und man durfte auf ein paar knackige Rennen hoffen.

Wir sind über 200 und 2000 Meter an den Start gegangen, wobei alle Rennen knapp hintereinander, innerhalb von etwa drei Stunden abgefahren wurden. Auf der Kurzstrecke haben wir uns ins B-Finale gepaddelt und mit Platz 4 abgeschlossen. Später, auf der Langstrecke, haben wir unseren Lauf zwar gewonnen – allerdings war der zweite Lauf dann doch noch einen Tick schneller unterwegs sodass es am Ende der 8. Patz geworden ist. Gefeiert wurde bei der Siegerehrung und der späteren Party auf dem Gelände trotzdem recht ordentlich. Vorab haben wir uns noch im Hotel mit einer größeren Lieferung Pizza gestärkt, die wir freundlicherweise direkt im bestuhlten Hotelflur verspeisen durften.

Am Sonntag gab’s leider keine Mixed Rennen auf dem Rennplan – dafür aber wieder sonniges Wetter. Somit haben wir vom Renn- in den Tourimodus geschaltet und die Sehenswürdigkeiten Prags abgeklappert. Die Moldaufahrt durfte dabei ebenso wenig fehlen, wie der vollkommen überteuerte Prager Schinken auf den Marktplätzen, oder ein Besuch in einer der zahlreichen Brauereien… In den späteren Abendstunden, nach einem schicken Blick über das nächtliche Prag, hat sich ein gerade in den Feierabend startender Gastronom auf der Türschwelle umgedreht und für unsere „kleine Gruppe“ nochmal die Küche hochgefahren und den Zapfhahn aufgedreht. Dürfte eine Win-Win-Situation gewesen sein…

Für dieses Jahr werden nur noch Regatten im Inland auf dem Plan stehen, die aktuelle Euphorie für eine Auswärtsregatta ist aber noch groß genug, um direkt die Planung für die nächste Saison aufzunehmen…  Für den Moment richten wir den Blick aber auf das kommende Wochenende: Dann geht’s für 200m und 6000m Rennen nach Lübeck.

 

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